März 2026

konzert

Matineekonzert am 15.März 2026
um 11 Uhr

Das Matineekonzert bringt zwei Künstler mit ihren Instrumenten zusammen: den Klarinettisten Markus Emanuel Zaja und den Akkordeonisten Ralf Kaupenjohann. Das Duo kẑrme fordert die Zuhörer auf, sich einzulassen auf eine Musik, die mit Improvisationen erzählt, wo Worte nicht mehr ausreichen. Ihre Musik wurde vielfach auf CD veröffentlicht und mehrfach für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert.

Das Konzert widmet sich dem Gedenken an George Zając (1938-1942): Er war ein Kind. Er blieb es auch bis zu seinem Tod, vermutlich spätestens im Vernichtungslager Sobibor, nicht einmal fünf Jahre alt. Geboren am 16. März 1938 in Wien, dort abtransportiert zur Vernichtung im April 1942 in das Durchgangsghetto Izbiza, Kind jüdischer Eltern: es war der Beginn der Aktion Reinhard, dem Kern der Vernichtung europäischer Juden im Zweiten Weltkrieg.

Die Eltern, Feiga und Abram Zając, feierlich verheiratet in der Wiener Hauptsynagoge, die heute noch existiert, weil ihre Niederbrennung das halbe Stadtviertel mit eingeäschert hätte, trennte das Schicksal: während Abram nach England fliehen konnte, starb Feiga mit ihrem Sohn, nach „dem Osten umgesiedelt“, wie es oft genannt wurde.

Es wird an das Kind George erinnert. In dunkelsten Zeiten geboren und gestorben, vom Vater noch in Australien im Flüchtlingslager als Gemälde erinnert und somit nicht von den Nazis ausgelöscht, Zeuge des Lebens.

Eintritt frei

  concert

Matinee concert on 15th March 2026
at 11 a.m.

The matinee concert brings together two artists and their instruments: clarinettist Markus Emanuel Zaja and accordionist Ralf Kaupenjohann. The duo kẑrme invites listeners to immerse themselves in music that uses improvisation to tell stories where words are no longer enough. Their music has been released on numerous CDs and nominated several times for the German Record Critics‘ Award.

The concert is dedicated to the memory of George Zając (1938-1942): He was a child. He remained so until his death, presumably in the Sobibor extermination camp, not even five years old. Born on 16th March 1938 in Vienna, he was transported there for extermination in April 1942 to the Izbiza transit ghetto, the child of Jewish parents: it was the beginning of Operation Reinhard, the core of the extermination of European Jews during the Second World War.

His parents, Feiga and Abram Zając, who were married in a ceremony at the Vienna Main Synagogue, which still exists today because burning it down would have incinerated half the neighbourhood, were separated by fate: while Abram was able to flee to England, Feiga died with her son after being „resettled to the East,“ as it was often called.

The child George is remembered. Born and died in the darkest of times, remembered by his father in a painting while still in a refugee camp in Australia, and thus not erased by the Nazis, a witness to life.

free admission

 

Kulturhistorisches Museum Haus Kemnade
An der Kemnade 10
45527 Hattingen